16 bis 18 °C
Obstbrand nicht eiskalt servieren. Kälte betäubt die Aromen, zu warm tritt der Alkohol in den Vordergrund.
Sortiment
Ein Obstbrand entsteht ausschließlich aus vergorenen Früchten. Aromen, Farbstoffe und zugesetzter Alkohol sind nicht erlaubt – was Sie riechen und schmecken, kommt aus der Frucht.

Definition
Was sich Obstbrand nennen darf, regelt die EU-Spirituosenverordnung genau (Verordnung (EU) 2019/787, Anhang I, Kategorie 9). Die wichtigsten Punkte:
Etikett
Auf dem Etikett steht die rechtlich vorgeschriebene Bezeichnung. Bei Obstbränden sind das:
Steht dagegen „…geist“ oder nur „Spirituose“ auf der Flasche, handelt es sich um eine andere Kategorie. Den Unterschied zum Geist erklären wir hier.
Sorten
Wie ein Brand schmeckt, hängt von Fruchtsorte, Reife, Gärung und Brennweise ab. Die Beschreibungen nennen typische Merkmale – keine Garantie für jede Flasche.
| Sorte | Typisch in Duft und Geschmack | Passt gut zu |
|---|---|---|
| Williams-Christ-Birne | Intensiv nach reifer, saftiger Birne | Nach dem Essen, zu Birnendesserts |
| Zwetschge | Fruchtig-würzig, oft mit feiner Marzipannote vom Stein | Zwetschgenkuchen und herbstlichen Desserts |
| Kirsche (Kirschwasser) | Klar und fruchtig, mit Bittermandelnote aus dem Kern | Schokolade, Kirschdesserts, Käsefondue |
| Mirabelle | Weich und mild, nach gelber Pflaume und Honig | Als Digestif, zu Obstkuchen |
| Quitte | Blumig und parfümiert, eher selten | Als besonderes Geschenk für Kenner |
| Apfel | Je nach Sorte frisch-säuerlich bis reif und rund | Apfeldesserts und Käse |
Kernobst und Steinobst
Brände aus Kernobst wie Birne, Apfel oder Quitte schmecken meist rein fruchtig. Bei Steinobst wie Kirsche, Zwetschge, Mirabelle oder Aprikose kommen oft Noten von Marzipan oder Bittermandel hinzu. Sie stammen aus den Steinen, die je nach Brennerei mit vergoren werden oder nicht.
Damit diese Note nicht zu stark wird, begrenzt die Spirituosenverordnung den Gehalt an Blausäure in Steinobstbränden auf 7 Gramm je Hektoliter reinen Alkohols.
Herstellung
Nur vollreifes, gesundes Obst kommt in die Maische. Faule Früchte würden Fehltöne verursachen.
Die zerkleinerten Früchte gären über mehrere Wochen; Hefen machen aus Fruchtzucker Alkohol.
Beim Destillieren trennt die Brennerin oder der Brenner den Vorlauf mit leicht flüchtigen, unerwünschten Stoffen und den Nachlauf ab. Nur der Mittellauf wird zum Brand.
Nach einer Ruhezeit wird der Brand mit Wasser auf Trinkstärke gebracht und abgefüllt.
Genießen
Obstbrand nicht eiskalt servieren. Kälte betäubt die Aromen, zu warm tritt der Alkohol in den Vordergrund.
Ein Glas mit Stiel, das sich nach oben verjüngt, bündelt den Duft. Ein Wasserglas lässt ihn entweichen.
Eine kleine Menge genügt. Erst riechen, dann in kleinen Schlucken probieren – ein Glas Wasser dazu hilft.
Obstbrände von ALLMANG
Sorte, Alkoholgehalt, Füllmenge, Preis und eine Verkostungsnotiz stehen hier, sobald sie feststehen. Möchten Sie es als Erste erfahren?
Zum Verkaufsstart vormerkenUngeöffnet hält sich Obstbrand dank seines hohen Alkoholgehalts nahezu unbegrenzt. Lagern Sie die Flasche aufrecht, dunkel und bei gleichmäßiger Temperatur. Geöffnet bleibt er lange genießbar; ist die Flasche nur noch teilweise gefüllt, verliert er über die Jahre an Aroma.
Nein. Eiskalt verliert ein Obstbrand einen großen Teil seines Aromas. Ideal sind etwa 16 bis 18 °C – also etwas kühler als ein warmes Wohnzimmer.
Obstler ist ein Obstbrand, dessen Maische zu mindestens 85 Prozent aus Äpfeln, Birnen oder beidem besteht. Ein sortenreiner Brand wie Williams oder Kirschwasser stammt dagegen aus einer einzigen Fruchtart.
Er darf zur Abrundung des Geschmacks leicht gesüßt werden, aber höchstens mit 18 Gramm je Liter. Ein Likör enthält dagegen mindestens 100 Gramm Zucker je Liter.
„…wasser“ ist eine traditionelle Bezeichnung für Obstbrand, die die Spirituosenverordnung ausdrücklich erlaubt. Kirschwasser ist also ein Kirschbrand – mit Wasser im üblichen Sinn hat der Name nichts zu tun.