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Liköre

Ein Likör hat mindestens 15 % vol Alkohol und mindestens 100 Gramm Zucker je Liter. Dadurch ist er milder und süßer als ein Brand – und vielseitiger, als viele denken: pur, im Aperitif, zum Dessert oder als Geschenk.

Likörflasche von Brennerei Allmang mit rotem Likör und Probierglas vor kirschroter Wand

Definition

Was einen Likör ausmacht

Auch für Likör gibt die EU-Spirituosenverordnung den Rahmen vor (Verordnung (EU) 2019/787, Anhang I, Kategorie 33):

  • Grundlage ist Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs, ein Destillat oder eine Spirituose – zum Beispiel ein Obstbrand.
  • Hinzu kommen Zucker und geschmacksgebende Zutaten wie Früchte, Säfte, Kräuter, Gewürze, Nüsse oder Kaffee.
  • Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 15 % vol.
  • Mindestens 100 Gramm Zucker je Liter. Ausnahmen: Kirschlikör, dessen Alkohol ausschließlich aus Kirschbrand stammt (70 g), sowie Enzian- und Wermutliköre (80 g).

Aromen

Frucht aus der Frucht

Aromen sind bei Likören grundsätzlich erlaubt. Für eine Reihe von Frucht- und Pflanzenlikören gilt jedoch eine strengere Regel: Sie dürfen nur mit geschmacksgebenden Lebensmitteln, Aromaextrakten und natürlichen Aromastoffen hergestellt werden.

Dazu gehören unter anderem Liköre aus Kirschen, Sauerkirschen, Himbeeren, Schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren, Zitrusfrüchten und Sanddorn sowie Liköre aus Minze, Anis oder Enzian.

Wenn wir einen Likör beschreiben, nennen wir deshalb, woher sein Geschmack kommt.

Geschmacksrichtungen

Von fruchtig bis cremig

Liköre lassen sich grob in vier Richtungen einteilen. Wer weiß, was ihm schmeckt, findet so schneller die passende Flasche.

Drei Likörflaschen von Brennerei Allmang mit rotem, goldbraunem und cremigem Likör neben einem Probierglas

Frucht­liköre

Kirsche, Himbeere, Schwarze Johannisbeere, Quitte oder Zwetschge: fruchtig, süß und leicht zugänglich. Gut gekühlt pur, mit Sekt aufgegossen oder über Eis und Desserts.

Kräuter- und Bitter­liköre

Würzig bis herb, mit Kräutern, Wurzeln und Gewürzen. Klassisch als Digestif nach einem guten Essen.

Nuss-, Kaffee- und Kakaoliköre

Rund, röstig und nah am Dessert. Passen zu Kaffee, Eis und Gebäck – und in der kalten Jahreszeit.

Sahne- und Cremeliköre

Mild und samtig, mit Sahne oder anderen Milchbestandteilen. Nach dem Öffnen kühl lagern und die Hinweise auf dem Etikett beachten.

Auswahlhilfe

Welcher Likör passt?

Likör nach Geschmack wählen
Wenn Sie … mögenprobieren SieSo schmeckt er am besten
fruchtig und süß Kirsch-, Himbeer- oder Johannisbeerlikör Gut gekühlt pur oder mit Sekt aufgegossen
fruchtig mit Tiefe Likör auf Basis eines Obstbrands Leicht gekühlt in einem kleinen Stielglas
herb und würzig Kräuterlikör Als Digestif, je nach Sorte gekühlt oder zimmerwarm
süß und cremig Sahne-, Nuss- oder Kaffeelikör Gekühlt, zum Kaffee oder über Vanilleeis
Flasche Cremelikör von Brennerei Allmang neben einem gefüllten Stielglas

Servieren

Kühl genießen, kühl lagern

Die meisten Fruchtliköre schmecken gut gekühlt, aber nicht eiskalt. Kräuterliköre werden je nach Sorte eiskalt oder bei Zimmertemperatur getrunken – hier hilft der Hinweis auf dem Etikett. Sahneliköre gehören in den Kühlschrank.

Aufbewahren

Wie lange hält ein Likör?

Zucker und Alkohol machen Likör lange haltbar. Nach dem Öffnen verlieren Fruchtliköre mit der Zeit an Farbe und Frische; sie schmecken innerhalb einiger Monate am besten. Lagern Sie die Flasche aufrecht, dunkel und kühl. Für Sahneliköre gelten die Angaben des Herstellers.

Likörflasche von Brennerei Allmang mit goldbraunem Likör und Glas auf hellem Stein

Liköre von ALLMANG

Unsere ersten Liköre sind in Vor­bereitung

Sorte, Zutaten, Alkoholgehalt, Füllmenge und Preis veröffentlichen wir hier, sobald sie feststehen.

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Häufige Fragen

Wie viel Alkohol hat ein Likör?

Mindestens 15 % vol. Viele Fruchtliköre liegen nicht weit darüber, Kräuterliköre haben oft deutlich mehr. Der genaue Wert steht auf dem Etikett.

Was bedeutet „Creme“ oder „Crème de …“ auf dem Etikett?

Mit Sahne hat das nichts zu tun. Die Bezeichnung steht für besonders süße Liköre mit mindestens 250 Gramm Zucker je Liter; Milchprodukte sind dafür sogar ausgeschlossen. Crème de Cassis aus Schwarzen Johannisbeeren enthält mehr als 400 Gramm Zucker je Liter.

Kann man Likör pur trinken?

Ja, viele Liköre sind genau dafür gemacht – gut gekühlt in einem kleinen Glas. Fruchtliköre eignen sich außerdem zum Aufgießen mit Sekt oder als Zutat in Desserts.

Ist Likör schwächer als Schnaps?

In der Regel ja. Ein Obstbrand hat mindestens 37,5 % vol, ein Likör mindestens 15 % vol. Durch den Zucker wirkt Likör zudem milder, als sein Alkoholgehalt vermuten lässt.